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Viele Wollsorten eignen sich gut zum Filzen, ich persönlich filze am liebsten mit einheimischen Sorten, wie z.B. mit der Wolle vom Steinschaf, Bergschaf,dem Rauhwolligen Pommerschen Landschaf (RWPL), der Skudde oder der Moorschnucke.
Diese alten Landschafrassen sind in ihrem Bestand leider stark gefährdet und stehen auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustiere.
Diese Wolle ist meist nicht so fein und weich wie z.B. australische Merinowolle, aber das ist bei meinen Produkten auch nicht so wichtig.
Gerne experimentiere ich auch mit Wolle von Schafen aus der Nachbarschaft, bei denen die Rasse meist unklar ist.
Oben die wunderbaren Locken von zwei "Nachbarschafen", vermutlich Moorschnucken-Mischlinge. Diese Wolle ist extrem grob und filzt ausschließlich an der Basis, ich fertige daraus die Haare für meine Puppen.
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Ob Blond, ob Braun, ob Henna - die Skudden gibt es in allen Farben. Dies ist eine alte Rasse, die noch bis in die Zeiten der Wikinger nachweisbar ist. Weil sie nicht rentabel genug war, sind sie der Zucht auf einheitliches DIN-format entgangen. Die Wolle eignet sich wunder-bar zum Filzen und Handspinnen. Tiere und Wolle können Sie hier sehen und erwerben: Dinklager 17 49635 Badbergen www.dinklager17.de Tel. 05433/913595
Text : Stefanie Michaelis, Badbergen
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Das Rauhwollige Pommersche Landschaf (RWPL), ist eine alte , vom Aussterben bedrohte Schafrasse. Die hellgrau-bis schwarze Wolle dieses Schafes lässt sich wunderbar verfilzen. Sie lässt sich zu einem sehr festen und formstabilen Filz verarbeiten, ohne dabei hart oder kratzig zu sein. Der fertige Filz hat eine sehr schöne Struktur. Ideal ist diese Wolle für z.B. Pantoffeln oder Taschen.
Foto: B.Böhns-Haverland
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Das ist Peggy, sie ist eine betagte Schafdame und weidet auf einer Wiese in Bönen. Sie ist von unbekannter Rasse und hat wunderbar lange, nach dem Waschen und Kardieren hellgraue Wolle. Der Filz aus dieser Wolle ist formstabil und haltbar.
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Das ist die Tochter von Peggy, Molly. Ihre Wolle hat ähnliche Eigenschaften, ist aber dunkelgrau. Die Wolle von beiden Schafen ist für Filzpantoffeln sehr gut geeignet.
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Ende Mai, die Schafe sind geschoren, Berge von Wolle wollen sortiert, gewaschen, getrocknet und kardiert werden.
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Zunächst werden die stark verschmutzten Partien aussortiert.
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Dann wird die Wolle in großen Bottichen in sehr heißem Wasser eingeweicht und nach Abkühlung gründlich gespült.
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Sie wird getrocknet und sorgfältig auseinandergezupft.
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Mit Hilfe von zwei Handkarden wird dann Flocke für Flocke so lange gekämmt,bis die Fasern alle glatt in einer Richtung liegen.
Rechts auf dem Foto fertig kardierte Wolle.
Jetzt ist die Wolle bereit zur Weiterverarbeitung, in diesem Fall: zum filzen!
Wie`s geht, können Sie hier nachlesen: Filzanleitung
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